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… das sogenannte kunst-urhebergesetz wurde durch § 141 des urheberrechtsgesetzes vom september 1965 zum groessten teil aufgehoben, da zu den durch das urheberrechtsgesetz geschuetzten werken der literatur, wissenschaft und kunst auch werke der bildenden kuenste einschliesslich der werke der baukunst und der angewandten kunst und entwuerfe solcher werke sowie lichtbildwerke – also Werke der fotografie – einschliesslich der werke, die aehnlich wie lichtbildwerke geschaffen werden, und filmwerke gehoeren. lediglich die vorschriften des kunst-urhebergesetzes, die den Schutz von bildnissen betreffen, wurden von der aufhebung ausgenommen, gelten also weiter, da sie nicht den schutz des urhebers der bildnisse betreffen, der nunmehr ausschliesslich im urheberrechtsgesetz vom 9. september 1965 geregelt ist, sondern den schutz der abgebildeten personen. auf grund der aenderung durch das einfuehrungsgesetz zum strafgesetzbuch vom märz 1974 wurden die §§ 35 und 41 mit Wirkung vom 1. januar 1975 aufgehoben … die widerrechtlich hergestellten, verbreiteten oder vorgefuehrten exemplare und die zur widerrechtlichen vervielfaeltigung oder vorfuehrung ausschliesslich bestimmten vorrichtungen, wie formen, platten, steine, unterliegen der vernichtung; das gleiche gilt von den widerrechtlich verbreiteten oder oeffentlich zur Schau gestellten bildnissen und den zu deren vervielfaeltigung ausschliesslich bestimmten vorrichtungen. Ist nur ein teil des werkes widerrechtlich hergestellt, verbreitet oder vorgefuehrt, so ist auf vernichtung dieses teiles und der entsprechenden vorrichtungen zu erkennen. … gegenstand der vernichtung sind alle exemplare und vorrichtungen, welche sich im eigentume der an der herstellung, der verbreitung, der vorfuehrung oder der schaustellung beteiligten sowie der erben dieser personen befinden … auf die vernichtung ist auch dann zu erkennen, wenn die herstellung, die verbreitung, die vorfuehrung oder die schaustellung weder vorsaetzlich noch fahrlaessig erfolgt. das gleiche gilt, wenn die herstellung noch nicht vollendet ist … die vernichtung hat zu erfolgen, nachdem dem eigentuemer gegenueber rechtskraeftig darauf erkannt ist. soweit die exemplare oder die vorrichtungen in anderer weise als durch vernichtung unschaedlich gemacht werden koennen, hat dies zu geschehen, falls der eigentuemer die kosten uebernimmt … ohne anspruch auf vollstaendigkeit